Gemeinsam stark am Lebensende – Sterben und Tod in der Betreuungsarbeit, eine Fortbildung für die Kolleg*innen des Sozialen Dienstes des Eduards und der Friedrichsburg
Die Kolleg*innen der Sozialen Betreuung der Friedrichsburg in Münster und des Eduard-Michelis-Hauses haben kürzlich in einer gemeinsamen Fortbildung wertvolle Impulse für eine sensible, aber unverzichtbare Aufgabe gewonnen: Sterben und Tod in der Betreuungsarbeit. Das Thema berührt viele Lebensbereiche und verlangt sowohl fachliche Kompetenz als auch menschliche Haltung – beides wurde in dieser Veranstaltung vorbildlich miteinander verknüpft.
Ziel der Fortbildung war die Vertiefung praxisnaher Ansätze für die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase. Die Teilnehmenden erörterten zentrale Fragestellungen rund um Würde, Autonomie und Respekt am Ende des Lebens, erkannten die individuelle Lebensgeschichte der Betroffenen als entscheidenden Rahmen für die Begleitung und schärften ihr Augenmerk auf eine empathische und zugleich klare Kommunikation mit Betroffenen, Angehörigen und dem betreuenden Umfeld.
Inhaltlich stand ein breites Spektrum auf dem Programm: Fallbesprechungen aus der täglichen Praxis gaben Raum für Reflexion und kollegiale Lösungsansätze; ethische Fragestellungen wurden behutsam besprochen, wobei Aspekte wie Entscheidungsfähigkeit, Vorsorgevollmachten und die Würde des Menschen unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen thematisiert wurden.
Die Teilnehmenden diskutierten, wie Begleitung in der Letzten Lebensphase wertschätzend, bedürfnisorientiert und bereichernd gestaltet werden kann – auch in Situationen, in denen Entscheidungen schwerfallen oder Angehörige selbst Unterstützung brauchen.
Ein zentraler Aspekt der Fortbildung war die Stärkung der Kompetenzen im Umgang mit Abschied, Trauer und Begleitung über den Sterbeprozess hinaus. Es ging darum, Räume zu schaffen, in denen Betroffene und Angehörige ihre Gefühle ausdrücken können, ohne sich allein gelassen zu fühlen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung interner Vernetzung betont. Besonderes Augenmerk galt und gilt der Zusammenarbeit beider Ordenshäuser: Die Kooperation zeigt, wie zwei Einrichtungen mit gemeinsamen Werten und Zielen voneinander lernen, Ressourcen bündeln und so die Qualität der betreuenden Arbeit erhöhen können. Diese partnerschaftliche Herangehensweise stärkt die gesamte Organisation – und vor allem diejenigen, die in sensiblen Phasen Unterstützung benötigen.
